Schtonk mit de Cannabia! Straff mit de Kiff!

Und wieder treibt die CDU die Cannabis-Verbotssau durch die Medien. Diesmal ist es die sogenannte "Frauen Union", die vorprescht. Wer ist denn da der/die/das Boss*in? Ach, die Frau Warken, wer hätt's gedacht? Die lernt es wohl nie.

CDU Parteitag 2026

Darum geht es: Am 20./21.02.2026 ist Parteitag bei der CDU. Da treffen sich die ganzen kapitalbegeisterten Politikdarsteller in ihren Konfirmandenanzügen, um den Niedergang der sozialen Gerechtigkeit mit Schampus und Schnittchen zu zelebrieren. Quotenmuddis im Bürokostüm sind zugelassen.

Die freundlich grinsende, aber leider häufig etwas inkompetent wirkende "Gesundheitsministerin" (die eigentlich Juristin ist) Nina Warken hat ihre politische Trümmerfrauentruppe aka "Frauen Union" zusammengetrieben, um für die schlipstragenden Freiheitshasser mutig einen Antrag in den Parteitag einzubringen, (Nachtrag: der natürlich auch beschlossen wurde). Da inzwischen in Sachen MedCanG-Änderung selbst in der Biertrinkerunion die Front bröckelt, müssen nun die Weibsbilder ran, um Ninas Maximalforderung lautstark zu verkünden. Der große Boss hat sogar extra darauf bestanden, dass beim Parteitag nicht so viel gesoffen werden soll, um unschöne Bilder zu vermeiden. Abstimmungen mit erhobenem Bierglas sind zu unterlassen.

Was fordern die denn nun für das "Sachgebiet Verbraucherschutz"?

  • "das Cannabisgesetz aufzuheben und den Besitz, Anbau und Vertrieb ... vollständig zu verbieten ..."

Aha. Das ganze CanG? Also auch das MedCanG, das doch (besonders in Sachsen) einige -Wasserglasfetischisten- ähhh... Unionisten eigentlich ganz cool finden, weil der Anbau floriert (sic!) und richtig fett Asche mit dem Bubatz gemacht wird? Da wird sich Frau Warken aber wundern, wie das (wenn es ernst wird) abgeschmettert wird, denn ihre Parteifreunde verdienen durch Beteiligungen sicher nicht schlecht an dem Gesundkraut.

Die anderen beiden Forderungen (siehe Bild oben) sind nur Strohfeuer. Die Grinsemutti mit ihrem postmenstrualen Unionscoven will eine Maximalforderung platzieren, um doch noch irgendwie ihre (eigentlich) beabsichtigte MedCanG-Änderung von den Toten auferstehen zu lassen. Okay, jeder, absolut jeder, der auch nur einen Hauch Ahnung von der Materie hat, lacht die Frau aus, aber wahrscheinlich macht genau das sie so fuchsig. Zurückweisung ist aber auch echt nicht schön. Es wurden schon Kriege wegen sowas geführt.

In der sogenannten "Begründung" wird es richtig wild. Da steht:

"Seit der Teillegalisierung von Cannabis sind vermehrt soziale, gesundheitliche und sicherheitspolitische Herausforderungen zu verzeichnen."

Ach ja? Welche genau wären das? Erstaunlicherweise kommt ausnahmslos JEDE Evaluation zu einem komplett anderen Ergebnis! Ist das also Unwissen? Ein Versehen? Eine glatte Lüge? Das wäre zu klären.

"Bedenken von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Pädagogik und Sicherheit, die vor weitreichenden Folgen der Legalisierung warnen, nehmen zu."

Diese Expert*innen ... wer ist das? Reul, Wendt, Thomasius, Verena Behrendt? Die ECHTEN Experten nämlich begrüßen die Entkriminalisierung und fordern sogar noch weitreichendere Lockerungen, beispielsweise Fachgeschäfte, um Konsumstörungen und schädlichen Konsum nachhaltig einzudämmen. Fachleute sind sich international einig, dass die Prohibition gescheitert ist. Vielleicht ist das zu Frau Warken ja noch nicht so ganz durchgedrungen. Oder vielleicht hält sie sich auch Augen und Ohren zu. Weiß man nicht, lässt sich nur vermuten.

"Der Schwarzmarkt hat sich intensiviert."

Was genau soll das jetzt bedeuten? Hat Frau Warken da evaluiert? Liebe Frau "Gesundheits"ministerin:

Die Prohibition hat den Schwarzmarkt erschaffen!

Dealer wählen CDU

Der Rest dieser "Begründung" ist einfach nur Wiederkäuen von uralten Textbausteinen, wie sie auch "Experten" von Polizeigewerkschaften und andere Spezialisten immer wieder verwenden. Wahrscheinlich haben die da in der Union so eine Prohibitionscloud, aus der man solche nichtssagenden Allgemeinplätze für MSM-Interviews und flotte Auftritte im Morgen-TV saugen kann, um sie dann unters grenzdebile Wahlvolk in den Seniorenresidenzen zu streuen.

Niemand, der bei Verstand ist, vermag solcher .. ähem ... "Argumentation" zu folgen, weil sie frei erfunden, frei von Wahrheit und absolut sinnbefreit ist. Das semantische Hundepaddeln, dass hier von Leuten an den Tag gelegt wird, deren -Verdienste- Bezüge weit jenseits der Zehntausend-Euro-Grenze vor sich hin simmern, wirft mehr Schatten als Licht auf die an sich erwartbare intellektuelle Mobilität von ernstzunehmenden Abgeordneten.

Hier wird einfach nur ein Schlagwortsperrfeuer in Stellung gebracht, dass einen Haufen leerer Worthülsen hinterlässt, wenn Frau Warken mal wieder den symbolischen Schwanz einziehen muss und trotz grinsender BDB-Schützenhilfe wie ein geprügelter Hund von dannen zieht. Man muss es realistisch sehen: Sie kann es einfach nicht.

Übrigens, a propos Parteitag CDU. Wir haben uns mal die SPONSOREN des Parteitags angesehen, und wenn man da genau hinschaut, wird klar, warum Daniel Günther mit der Zuckersteuer abgeschmettert wurde und warum bloß ja das Cannabis wieder verboten werden soll. Da gibt sich die Creme de la Creme der suchterzeugenden Industrie die Klinke in die Hand, Automatenaufsteller, Zuckerdealer, Cannabinoidkonzerne, Big Pharma usw. usf. - im Bild die Hervorhebung(rot) nicht im Original

CDU Sponsoren

Wen haben wir denn da so? Ach, guck:

abbvie - Pharmazeutische Industrie
ascendis pharma - Pharmazeutische Industrie
Bayer - Chemie- & Pharmaindustrie
BPC - Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen
BAVC - Bundesverband der Chemie- und Pharma-Arbeitgeber
BDSI - Bundesverband Deutsche Süßwarenindustrie
BVTE - Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartige Erzeugnisse
Die Deutsche Automatenwirtschaft - u.a. Spielautomatenhersteller
Fritz-Kola - Süßgetränkeindustrie
Futrue - Cannabismedikamente & Pharma
KBV - Kassenärztliche Bundesvereinigung
MSD - Pharmazeutische Industrie
organon - Pharmazeutische Industrie
Phillip Morris - Tabakwarenindustrie
VdR - Tabakwarenindustrie
wvz - Zuckerindustrie

Wie sagt man so schön?

"Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing!"

Besonders delikat sind übrigens die nachbarschaftlichen Verhältnisse bei den Sponsoren. So z.B. residiert die Fa. FUTRUE GmbH ("#RethinkHealth") des CDU-Großspenders Dr. Clemens Fischer, der gern ein THC-Medikament auf den Markt bringen möchte und sich bestens mit dem BDB in Sachen Reprohibition versteht, im Haus des Tabakriesen Philip Morris in Gräfeling (München). Zufälle gibt's ...

Futrue Fischer

Konsumentinnen, Konsumenten, Patientinnen und Patienten und auch Can-Business-Aktionären bleibt nur zu raten: Schaut genau hin, wenn ihr Kreuze auf Zettelchen macht. Achtet darauf, wer sich wirklich für Harm Reduction und Schwarzmarktbeseitigung einsetzt und wer dafür sinnvolle Konzepte vorlegt.

Alle sind sich einig... Hoffentlich ist bald Ende Merz.

Achso, zum Schluss noch: Saufen mit der Frauenunion. CSU. Dem Alk verpflichtet.-

Frauenunion starkbier